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Diabetische Retinopathie: Wie Diabetes die Augen beeinträchtigt


Auswirkungen der diabetischen Retinopathie auf das Bild von Sonnenblumen

Diabetische Retinopathie ist eine durch Diabetes verursachte Schädigung der Netzhaut des Auges. Unbehandelt kann es zu erheblichem Verlust der Sehkraft und sogar zur Erblindung führen.

Nach Angaben der Internationalen Diabetes Föderation (IDF):

  • Ungefähr 425 Millionen Erwachsene (20-79 Jahre) lebten im Jahr 2017 mit Diabetes und bis zum Jahr 2045, soll sich diese Zahl auf 629 Millionen erhöhen.

  • Weitere 325 Millionen Menschen waren in 2017 dem Risiko ausgesetzt, Typ-2-Diabetes zu entwickeln.

  • Der Anteil der Menschen mit Typ-2-Diabetes nimmt in den meisten Ländern der Welt zu.

  • Die meisten Menschen mit Diabetes waren 2017 zwischen 40 und 59 Jahre alt.

  • Jeder zweite (212 Millionen) Diabetiker ist sich nicht bewusst, dass er an Diabetes erkrankt ist.

Aufgrund dieser Fakten und Prognosen könnte sich die diabetische Retinopathie bald zu einer großen weltweiten Gesundheitskrise entwickeln.  

Zu den Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes gehören Adipositas, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel.

Im Allgemeinen entwickeln Diabetiker erst dann eine diabetische Retinopathie, wenn sie seit mindestens 10 Jahren an Diabetes erkrankt sind. Aber es ist unklug, so lange auf eine Augenuntersuchung zu warten.

Wenn bei Ihnen ein Diabetes-Risiko besteht oder bei Ihnen die Krankheit diagnostiziert wurde, ist es wichtig, dass Sie Ihren Augenarzt zu einer jährlichen umfassenden Augenuntersuchung aufsuchen. In einigen Fällen empfiehlt Ihr Augenarzt möglicherweise häufigere Untersuchungen, um die Gesundheit Ihrer Netzhaut zu überwachen.

Wie verursacht Diabetes diabetische Retinopathie?

Diabetes mellitus (DM) verursacht anormale Veränderungen des Blutzuckers (Glukose), den Ihr Körper normalerweise in Energie umwandelt, um verschiedene Körperfunktionen zu unterstützen.

Unkontrollierter Diabetes ermöglicht es, dass sich ungewöhnlich hohe Blutzuckerwerte (Hyperglykämie) in den Blutgefäßen ansammeln und Schäden verursachen, die den Blutfluss zu den Organen Ihres Körpers – einschließlich Ihrer Augen – behindern oder verändern.

Es gibt zwei Haupttypen von Diabetes:

Typ-1-Diabetes

Insulin ist ein natürliches Hormon, das hilft, den Blutzuckerspiegel zu regulieren, der für die „Ernährung“ Ihres Körpers benötigt wird. Wenn bei Ihnen Typ-1-Diabetes diagnostiziert wird, gelten Sie als insulinabhängig, und Sie benötigen Insulinspritzen oder eine andere medizinische Behandlung, um das Insulin, das Ihr Körper nicht selbst herstellen kann, bereitzustellen. Wenn Sie nicht genügend eigenes Insulin produzieren, ist Ihr Blutzucker unreguliert und die Werte sind zu hoch.

Typ-2-Diabetes

Wenn bei Ihnen Typ-2-Diabetes diagnostiziert wird, gelten Sie im Allgemeinen als nicht insulinabhängig oder insulinresistent. Bei dieser Art von Diabetes produzieren Sie genügend Insulin, aber Ihr Körper ist nicht in der Lage, es richtig zu verwerten. Ihr Körper kompensiert dies dann, indem er noch mehr Insulin produziert, was zu einem begleitenden abnormalen Anstieg des Blutzuckerspiegels führen kann.

Bei beiden Diabetes-Typen erhöhen anormale Blutzuckerspitzen Ihr Risiko einer diabetischen Retinopathie.

Eine Augenschädigung tritt auf, wenn chronisch hohe Blutzuckermengen beginnen, die Blutgefäße in der Netzhaut des Auges zu verstopfen oder zu schädigen, die lichtempfindliche Zellen (Photorezeptoren) enthält,die für eine gute Sicht notwendig sind.

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Diabetes kann u. a. Blutgefäße in der Netzhaut schädigen, sodass Blut ins Hintere des Auges herausläuft und weitere Probleme verursachen.

Symptome der diabetischen Retinopathie und anderer diabetischer Augenkrankheiten

Symptome der diabetischen Retinopathie und anderer diabetischer Augenkrankheiten umfassen:

Während einer Augenuntersuchung wird Ihr Augenarzt nach anderen Anzeichen von diabetischer Retinopathie und diabetischer Augenkrankheit suchen. Zu den Anzeichen von Augenschädigung in der Netzhaut können Schwellungen, Ablagerungen und Anzeichen von Blutungen oder Flüssigkeitsaustritt aus den Blutgefäßen gehören.

Ihr Augenarzt wird mit einer speziellen Kamera oder einem anderen bildgebenden Gerät die Netzhaut fotografieren und nach verräterischen Anzeichen für diabetesbedingte Schäden suchen. In einigen Fällen überweist er oder sie Sie möglicherweise an einen Netzhautspezialisten für zusätzliche Tests und eine mögliche Behandlung.

Für eine definitive Diagnose müssen Sie sich möglicherweise einem Test unterziehen, der als Fluorescein-Angiographie bezeichnet wird. Bei diesem Test wird ein Farbstoff intravenös in Ihren Arm injiziert, der nach und nach in den Blutgefäßen der Netzhaut erscheint, wo er beleuchtet wird, um diabetesbedingte Veränderungen der Blutgefäße und Blutaustritt in der Netzhaut zu erkennen.

Ein manchmal übersehenes Symptom der diabetischen Augenkrankheit ist eine Nervenschädigung (Neuropathie), die die Augenmuskeln betrifft, die die Augenbewegungen kontrollieren. Zu den Symptomen können unfreiwillige Augenbewegungen (Nystagmus) und Doppeltsehen.

Arten von diabetischen Augenkrankheiten

Sobald hoher Blutzucker die Blutgefäße in der Netzhaut schädigt, können sie Flüssigkeit abgeben oder bluten. Dadurch schwillt die Netzhaut im Frühstadium der diabetischen Retinopathie an und bildet Ablagerungen.

In späteren Stadien kann das Austreten von Blutgefäßen in den klaren, geleeartigen Glaskörper des Auges ernsthafte Sehstörungen verursachen und schließlich zur Erblindung führen.

Diabetisches Makulaödem

Diese Schwellung der Makula ist häufiger mit Typ-2-Diabetes assoziiert. Ein Makulaödem kann eine reduzierte oder verzerrte Sehkraft verursachen.

Das diabetische Makulaödem (DME) wird typischerweise auf zwei Arten klassifiziert:

  • Fokal, verursacht durch Mikroaneurysmen oder andere vaskuläre Anomalien, manchmal begleitet von undichten Blutgefäßen.

  • Diffus, was erweiterte oder geschwollene kleine Blutgefäße (Kapillaren) innerhalb der Netzhaut beschreibt.

Nicht-proliferative diabetische Retinopathie (NPDR)

Dieses frühe Stadium der DR – erkennbar an Ablagerungen, die sich in der Netzhaut bilden – kann jederzeit nach dem Ausbruch von Diabetes auftreten.

Häufig sind keine visuellen Symptome vorhanden, aber bei der Untersuchung der Netzhaut können winzige Punkt- und Fleckenblutungen, sogenannte Mikroaneurysmen, entdeckt werden, die eine Art Ausstülpung winziger Blutgefäße darstellen.

Bei Typ-1-Diabetes treten diese frühen Symptome selten früher als drei bis vier Jahre nach der Diagnose auf. Bei Typ-2-Diabetes kann NPDR bereits bei der Diagnose vorhanden sein.

Proliferative diabetische Retinopathie (NPDR)

Von den diabetischen Augenkrankheiten hat die proliferative diabetische Retinopathie das größte Risiko eines Verlustes der Sehkraft.

PDR ist durch diese Zeichen geprägt:

  • Entwicklung abnormaler Blutgefäße (Neovaskularisation) auf oder neben dem Sehnerv und Glaskörper.

  • Präretinale Blutung, die im Glaskörper oder vor der Netzhaut auftritt.

  • Ischämie durch verminderten oder blockierten Blutfluss mit begleitendem Sauerstoffmangel, der für eine gesunde Netzhaut erforderlich ist.

Diese durch Neovaskularisation gebildeten anormalen Blutgefäße neigen dazu, zu brechen und in den Glaskörper des Auges zu bluten. Neben dem plötzlichen Verlust der Sehkraft können dauerhaftere Komplikationen wie eine traktionelle Netzhautablösung und ein neovaskuläres Glaukom auftreten.

Das Makulaödem kann getrennt von oder zusätzlich zu NPDR oder PDR auftreten.

Sie sollten regelmäßig überwacht werden, aber eine Laserbehandlung bei einer diabetischen Augenerkrankung ist in der Regel erst dann erforderlich, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist.

Wer erkrankt an diabetischer Retinopathie?

Über das Vorliegen von Diabetes hinaus ist die Art und Weise, wie gut Ihr Blutzucker kontrolliert wird, ein wichtiger Faktor, der bestimmt, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie eine diabetische Retinopathie mit begleitendem Verlust der Sehkraft entwickeln

Unkontrollierter Bluthochdruck (Hypertonie) ist mit Augenschädigungen im Zusammenhang mit Diabetes in Verbindung gebracht worden. Studien haben auch gezeigt, dass die Progressionsrate der diabetischen Retinopathie bei diabetischen Frauen höher ist, wenn sie schwanger werden.

Je länger Sie an Diabetes leiden, desto wahrscheinlicher ist es natürlich, dass Sie einen Verlust der Sehkraft erleiden. Fast alle Diabetiker, die die Erkrankung lange genug haben, werden schließlich zumindest einen gewissen Grad an diabetischer Retinopathie entwickeln, obwohl weniger fortgeschrittene Formen der Augenerkrankung nicht zu einem Verlust der Sehkraft führen dürfen.

Denken Sie daran: Routinemäßige Augenuntersuchungen sind die beste Möglichkeit, Ihre Augen vor dem Verlust der Sehkraft durch diabetische Retinopathie und andere diabetische Augenerkrankungen zu schützen.

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