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PresbyLASIK: LASIK zur Korrektur von Alterssichtigkeit

Frau erhält Lasik-Eingriff für Presbyopie.

Die Mehrstärken-LASIK – manchmal PresbyLASIK genannt – ist eine fortschrittliche Laseroperation zur Sehkorrektur, die die Form der Hornhaut verändert und verschiedene Stärken für das Sehen auf verschiedene Entfernungen erzielt.

Wie Gleitsichtbrillen oder andere Mehrstärken-Brillen und -Kontaktlinsen, so korrigiert auch die Mehrstärken-LASIK Alterssichtigkeit, die das Sehen in die Nähe schlechter werden lässt, weil die natürliche Linse im späteren Leben ihre Fokussierflexibilität verliert. In der Regel passiert dies ab dem 40. Lebensjahr.

LASIK zur Korrektur von Alterssichtigkeit: So funktioniert es

Hersteller von Excimerlasern und Femtosekundenlasern entwickeln multifokale Hornhautbehandlungen, damit Menschen mit Alterssichtigkeit in allen Entfernungen klar sehen können. Sie benötigen dann weder eine Lesebrille, Bifokalbrille noch andere Mehrstärkenbrillen.

Die Mehrstärken-LASIK korrigiert Alterssichtigkeit wie folgt:

  • Ein Excimerlaser formt Ihre Hornhaut in verschiedene Zonen für nahes, fernes und mittleres Sehen um. Ihr Gehirn wählt dann die Zone aus, durch die es hindurchsehen muss, um die schärfste Sehkraft zu erhalten, je nachdem, ob ein Objekt nah oder weit entfernt ist.

  • In jeder Zone wird das Licht anders gebrochen, so dass Menschen mit Alterssichtigkeit in allen Entfernungen wieder gut sehen können. Dies funktioniert ähnlich wie die Korrektion mit Mehrstärken-Kontaktlinsen.

Allerdings können sich Mehrstärken-Kontaktlinsen, die auf der Oberfläche des Auges aufliegen, bewegen und Sehkraftverzerrungen verursachen. Bei der Mehrstärken-LASIK werden hingegen feste, stationäre Zonen direkt auf der Augenoberfläche angelegt.

So wie Mehrstärken-Kontaktlinsen und Gleitsichtgläser unterschiedliche Designs haben, so kommen auch bei der Mehrstärken-LASIK verschiedene Lösungen zum Einsatz. Es hängt davon ab, wie die Hornhaut geformt werden sollte, um die beste Korrektur der Alterssichtigkeit zu erreichen.

PresbyLASIK mit Fernsicht im Zentrum

Der Augenchirurg Robert L. Epstein, MD, Direktor des Mercy Center for Corrective Eye Surgery nahe Chicago, bevorzugt bei der PresbyLASIK eine zentrale Zone für das Sehen in die Ferne.

"„Ich wählte diesen Ansatz wegen der Möglichkeit des einfachen Umkehrens zu einer reinen monofokalen Fernsichtkorrektur, sollte dies erforderlich sein“," so Dr. Epstein. "„Ich hielt dies für sicherer als den umgekehrten Ansatz, bei dem die periphere Hornhaut für die Fernsicht und das Zentrum für die Nahsicht korrigiert wird.“"

PresbyLASIK mit Nahsicht im Zentrum

Jorge L. Alio, MD, PhD, Professor für Augenheilkunde am Instituto Oftalmologico de Alicante in Alicante, Spanien, bevorzugt eine Mehrstärken-Ablation, bei der das Zentrum der Hornhaut für das Sehen in die Nähe geformt und von einer Randzone für die Sehkraft in die Ferne umgeben ist.

Dr. Alio erklärt, dass dieser Ansatz es dem Chirurgen ermöglicht, eine stärkere Korrektur für das Lesen und andere Aufgaben im Nahsehbereich vorzunehmen. Er ist zudem der Meinung, dass der Nahsicht-im-Zentrum-Ansatz weniger Aberrationen verursacht als Ablationen im Zentrum für besseres Sehen in die Ferne.

LASIK für Alterssichtigkeit, die auf einem Refraktionsfehler basiert

Das beste Mehrstärken-LASIK-Design für Sie kann davon abhängen, welche Art von Refraktionsfehler Sie haben. So kann etwa eine Mehrstärken-LASIK mit Fernsicht im Zentrum für Menschen mit Kurzsichtigkeit und Alterssichtigkeit ideal sein. Eine Mehrstärken-LASIK mit Nahsicht im Zentrum kann sich hingegen für jemanden mit Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit besser eignen.

Während Ihrer Beratung wird Sie Ihr Augenchirurg zur richtigen LASIK für Ihren individuellen Refraktionsfehler und Ihre Sehanforderungen beraten.

PresbyLASIK mit modifizierter Monovision

Ein anderer Ansatz sieht eine PresbyLASIK an einem Auge und eine Standard-LASIK (volle Fernsichtkorrektur) am anderen Auge vor.

Diese sogenannte "modifizierte Monovision" kann Ihnen beim Autofahren ein schärferes Sehen in die Ferne ermöglichen als eine Mehrstärken-LASIK, die an beiden Augen durchgeführt wird. Möglicherweise müssen Sie jedoch häufiger eine Lesebrille verwenden.

Auch bei einer Korrektur mit modifizierter Monovision können Sie einen leichten Verlust an Tiefenwahrnehmung feststellen.

Dr. Epstein hält eine starke Fernsicht bei jeder Art von LASIK für elementar. Deshalb favorisiert er den modifizierten Monovision-Ansatz, bei dem die PresbyLASIK an einem Auge und eine wellenfrontgeführte (custom) LASIK am dominanten Auge zum Einsatz kommt.

"„Wir können einfach nicht mit dem mithalten, was die wellenfrontgeführte LASIK explizit für eine gute Fernsicht bietet,“" sagte er.

Ihm zufolge kann man die Eignung für die modifizierte Monovision vor einer Operation leicht testen. Während bei der reinen Monovision meist nur zwei Fokuspunkte (nah und fern) zur Verfügung stehen, kommt bei der modifizierten Monovision mit Mehrstärken-LASIK ein dritter, dazwischen liegender Brennpunkt hinzu. Dieser könnte bei der Monovision sonst nicht erreicht werden.

"Das gewährleistet ein gutes Sehvermögen in einem großen Bereich verschiedener Entfernungen," erklärte er. "„Es ist auch viel einfacher, sich an den geringeren Unterschied der korrigierten Augen zu gewöhnen, wenn wir PresbyLASIK im nicht-dominanten Auge und wellenfrontgeführte LASIK für die Fernsicht im dominanten Auge anwenden.“"

Kann PresbyLASIK rückgängig gemacht werden?

Wenn Sie nach einer Mehrstärken-LASIK mit Ihrer Sehkraft beim Autofahren unzufrieden sind, kann es möglich sein, mit einer LASIK-Nachbehandlung zur Verbesserung der Fernsicht eine vollständige Korrektur durchzuführen. Sie sollten jedoch bedenken, dass dadurch Ihre Nahsicht unschärfer wird und Sie eine Lesebrille brauchen.

Dr. Epstein sagte, dass Augenchirurgen es als schwieriger empfanden, PresbyLASIK mit einer zentralen Zone für die Nahsicht rückgängig zu machen als mit einer zentralen Zone für die Fernsicht.

Wie wirksam ist die Mehrstärken-LASIK?

Studien zur PresbyLASIK haben gute Ergebnisse gezeigt. Die meisten Patienten erzielen eine über 100-prozentige Sehkraft für die Ferne und sind dazu in der Lage, die Schrift einer Zeitung ohne Brille zu lesen.

Wenn Ihre Sehkraft vor der Mehrstärken-LASIK bis auf die Alterssichtigkeit normal war, ist es möglich, dass Sie unmittelbar nach der Operation in der Ferne verschwommen sehen. Dieses Problem wird nicht unbedingt verschwinden. Es ist zudem möglich, dass Sie eine verringerte Kontrastempfindlichkeit haben oder bei Nacht tendenziell Halos um Lichter herum sehen.

Verminderte Kontrastempfindlichkeit bedeutet, dass es schwierig ist, Objekte vor Hintergründen mit ähnlichen Farben zu sehen. Einige Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass die mit der Mehrstärken-LASIK verbundene verminderte Kontrastempfindlichkeit nur vorübergehend ist und in der Regel nach drei bis sechs Monaten wieder verschwindet.

Wenn Sie nach einer Mehrstärken-LASIK-Operation Grauen Star entwickeln, können Sie bei Bedarf eine Katarakt-Operation durchführen lassen. Die Veränderungen, die während des LASIK-Verfahrens an Ihrer Hornhaut vorgenommen wurden, machen es für Ihren Katarakt-Chirurgen jedoch schwieriger, die richtige Stärke der Intraokularlinse zu bestimmt, die für ein perfektes Sehergebnis sorgt.

Es ist möglich, dass Sie nach einer Katarakt-Operation eine Brille tragen müssen oder dass Sie eine zusätzliche refraktive Katarakt-Operation benötigen, um wieder eine akzeptable Sehkraft zum Autofahren oder zum Lesen ohne Brille zu erlangen.

Es gibt keine Garantie dafür, dass die Ergebnisse Ihrer Mehrstärken-LASIK dauerhaft sind. Wenn sich Ihre Augen im Laufe der Jahre nach Ihrer LASIK-Operation verändern, sind in der Zukunft womöglich chirurgische Nachbehandlungen erforderlich.

Zudem ist es möglich, dass Sie nach der Mehrstärken-LASIK nicht mehr so gut sehen wie vorher – auch nicht mithilfe von Kontaktlinsen oder einer Brille.

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