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Okuläre Hypertension: 5 Ursachen von erhöhtem Augeninnendruck

Diagrammdarstellung des Augenhypertoniezustands

Okuläre Hypertension bedeutet, dass der Druck in Ihren Augen – Ihr intraokulärer Druck (IOP) – höher ist als normal. Wird erhöhter Augeninnendruck nicht behandelt, kann dies ein Glaukom und bei manchen Menschen einen permanenten Sehverlust verursachen.

Manche Menschen können jedoch okuläre Hypertension haben, ohne dass es zu einer Schädigung ihrer Augen oder Ihrer Sehkraft kommt, wie durch eine umfassende Augenuntersuchung und eine Gesichtsfeld-Untersuchung festgestellt wird.

Forscher schätzen, dass bis zu 9,4 Prozent der Menschen im Alter von über 40 Jahren einen erhöhten Augendruck haben und dass diese Beschwerde mit einer 10- bis 15-fach höheren Wahrscheinlichkeit als das primäre Offenwinkelglaukom auftritt, der häufigsten Art von Glaukom.

Wie können Sie wissen, ob Sie okuläre Hypertension haben?

Sie können nicht selbst herausfinden, ob Sie okuläre Hypertension haben, da keine nach außen hin ersichtlichen Anzeichen wie Augenschmerzen oder rote Augen vorliegen. Nur ein Augenarzt kann dies erkennen.

Bei einer umfassenden Augenuntersuchung nimmt Ihr Augenarzt Messungen des erhöhten Augeninnendrucks vor und vergleicht diese mit normalen Werten. Ein Augendruck von 21 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) oder höher deutet in der Regel auf okuläre Hypertension hin.

Wenn Sie sich Ihr Auge als einen Ball vorstellen, der mit Druck aufgeblasen wird, können Sie besser verstehen, warum okuläre Hypertension überwacht werden sollte. Ein zu hoher Druck oder sich erhöhender Druck übt Kraft innerhalb Ihres Auges aus, was zu einer Beschädigung des empfindlichen Sehnervs des Auges führen und ein Glaukom verursachen kann.

Was ist die Ursache für erhöhten Augendruck?

Faktoren, die eine okuläre Hypertension verursachen oder damit in Verbindung stehen, sind nahezu dieselben wie die Ursachen für eine Glaukom. Dazu gehören:

Übermäßige Kammerwasserproduktion

Kammerwasser ist eine klare Flüssigkeit, die von einer Struktur im Auge hinter der Iris, dem sog. Ziliarkörper, produziert wird. Das Kammerwasser fließt durch die Pupille und füllt die Vorderkammer des Auges (den Raum zwischen der Iris und der Hornhaut).  

Das Kammerwasser zieht sich aus dem Auge durch eine Struktur, das sog. trabekuläre Maschenwerk, in den Randbereich der Vorderkammer zurück, wo die Hornhaut und die Iris aneinanderstoßen. Wenn der Ziliarkörper zu viel Kammerwasser produziert, steigt der Druck im Auge, was zu okulärer Hypertension führt.

Unzureichendes Abfließen des Kammerwassers

Wenn das Kammerwasser zu langsam aus dem Auge abfließt, wird das normale Gleichgewicht von Kammerwasserproduktion und -abfluss gestört, was zu erhöhtem Augendruck führt.

Medikamente

Bestimmte Medikamente können bei manchen Menschen als Nebenwirkung zu okulärer Hypertension führen. So erhöhen beispielsweise Medikamente mit Steroiden zur Behandlung von Asthma und anderen Erkrankungen nachweislich das Risiko für okuläre Hypertension. Wenn Ihnen aus irgendeinem Grund Medikamente mit Steroiden verschrieben wurden, fragen Sie Ihren Augenarzt, wie oft Sie sich auf erhöhten Augeninnendruck untersuchen lassen sollten.

Augentrauma

Eine Augenverletzung kann das Gleichgewicht von Kammerwasserproduktion und -abfluss aus dem Auge stören, was möglicherweise zu okulärer Hypertension führen kann. Manchmal kann dies Monate oder Jahre nach der Verletzung passieren. Teilen Sie Ihren Augenarzt bei routinemäßigen Augenuntersuchungen auf jeden Fall mit, ob Sie kürzlich oder in der Vergangenheit ein Augentrauma hatten.

Andere Augenerkrankungen

Okuläre Hypertension geht mit einer Reihe anderer Augenerkrankungen einher, einschließlich Pseudoexfoliationssyndrom, Pigmentdispersionssyndrom und Arcus senilis. Wenn Sie eine dieser Erkrankungen haben, kann Ihr Augenarzt Ihnen empfehlen, sich häufigeren Augenuntersuchungen und Augendruckmessungen zu unterziehen.

Auch die Herkunft, das Alter und die Familiengeschichte spielen bei Ihrem Risiko für okuläre Hypertension und Glaukom eine Rolle. Obwohl jeder Mensch einen erhöhten Augendruck entwickeln kann, sind Afroamerikaner, Menschen über 40 Jahre und Menschen mit okulärer Hypertension oder Glaukom in der Familiengeschichte einem höheren Risiko ausgesetzt.

Menschen, deren zentrale Hornhautdicke dünner als normal ist, können einigen Forschungsergebnissen zufolge auch einem höheren Risiko für okuläre Hypertension und Glaukom ausgesetzt sein.

Behandlung okulärer Hypertonie

Wenn Ihr Augenarzt okuläre Hypertension bei Ihnen diagnostiziert, kann er Ihnen Augentropfen zur Reduzierung Ihres Augendrucks verschreiben.

Da diese Medikamente Nebenwirkungen haben können, werden manche Augenärzte die Entscheidung treffen, Ihren erhöhten Augeninnendruck zu überwachen und nur Maßnahmen ergreifen, wenn andere Anzeichen bei Ihnen auftreten, ein Glaukom zu entwickeln.

In manchen Fällen (oder wenn die Augentropfen Ihren erhöhten Augeninnendruck nicht wirksam reduzieren) kann Ihr Augenarzt andere Maßnahmen zur Glaukombehandlung empfehlen, u. a. eine Operation.

Sie sollten zumindest, da bei okulärer Hypertension ein erhöhtes Risiko für ein Glaukom besteht, Ihren erhöhten Augeninnendruck in regelmäßigen Abständen zur Überwachung messen lassen.

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