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Hornhautgeschwür: Symptome und Heilungsdauer


  1. Ursachen
  2. Behandlungen

Ein Hornhautgeschwür tritt normalerweise als schmerzhaftes rotes Auge mit leichtem bis schwerem Ausfluss und reduzierter Sicht auf.

Die Erkrankung entsteht durch eine lokale Infektion der Hornhaut, ähnlich einem Abszess.

Ursachen für ein Hornhautgeschwür

Die meisten Fälle von Hornhautgeschwüren sind auf eine bakterielle Infektion der Hornhaut zurückzuführen, z. B. nach einer Augenverletzung oder einem Trauma.

Träger von Kontaktlinsen sind besonders anfällig für Augenreizungen, die zu einem Hornhautgeschwür führen können. Eine Kontaktlinse kann an der Oberfläche des Auges reiben, was zu leichten Schäden am Epithel führen kann. Diese können das Eindringen von Bakterien in das Auge ermöglichen.

Wenn Sie Kontaktlinsenträger sind, sollten Sie auf gute Hygiene achten, um Hornhautgeschwüre zu vermeiden. Dazu gehören das Händewaschen vor dem Hantieren mit Linsen und das Befolgen anderer Sicherheitstipps.

Neben bakteriellen Infektionen sind Pilze und Parasiten Ursachen für Hornhautgeschwüre. Dazu gehören:

  • Fusarium. Diese Pilze stehen mit dem Auftreten einer Pilzkeratitis bei der Verwendung einer bestimmten Kontaktlinsenlösung in Zusammenhang. Die Lösung wurde vom Markt genommen, weil sie die Infektion nicht verhindern konnte.

  • Akanthamöben. Diese häufigen Parasiten können in das Auge eindringen und Acanthamoeba-Keratitis verursachen, eine sehr ernste Augeninfektion. Sie kann zu einer dauerhaften Vernarbung der Hornhaut und zu Sehverlust führen. Akanthamöben-Mikroorganismen sind häufig in Leitungswasser, Schwimmbädern, Whirlpools und weiteren Wasserquellen zu finden.

    Kontaktlinsenträger, die ihre Linsen vor dem Schwimmen nicht entfernen, erhöhen ihr Risiko für ein Hornhautgeschwür durch Acanthamoeba-Keratitis erheblich.

Eine andere Ursache für ein Hornhautgeschwür ist Augenherpes durch eine Herpes-simplex-Virus-Infektion, welche die äußeren und manchmal auch die tieferen Schichten der Augenoberfläche schädigen kann.

Weitere Ursachen für ein Hornhausgeschwür sind extrem trockene Augen, Augenallergien und weit verbreitete allgemeine Infektionen. Störungen des Immunsystems und entzündliche Erkrankungen wie Multiple Sklerose und Psoriasis können ebenfalls zu Hornhautgeschwüren führen.

Diagnose und Behandlung eines Hornhautgeschwürs

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie ein Hornhautgeschwür haben, ist Ihr wichtigster Schritt der sofortige Besuch bei Ihrem Augenarzt. Andernfalls können unbehandelte Hornhautgeschwüre zu einem schweren Verlust der Sehkraft und sogar zum Verlust des Auges führen.

Wenn Ihr Augenarzt vermutet, dass Bakterien die Ursache Ihres Hornhautgeschwürs sind, gehört zur Behandlung meist die Anwendung von lokalen Antibiotika.

Lage und Größe des Geschwürs bestimmen den Bedarf an Bakterienkulturen. Die meisten Augenärzte sehen Patienten mit Hornhautgeschwüren alle ein bis drei Tage, je nach Schwere der Erkrankung.

Befindet sich das Geschwür in der zentralen Hornhaut, dauert es in der Regel länger, bis sich der Zustand besser. Die Sehkraft kann aufgrund der Narbenbildung zudem dauerhaft eingeschränkt sein. Leider kann es auch dann zu dauerhaften Schäden und zum Verlust der Sehkraft kommen, wenn die Beschwerden frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Wenn Sie ein Trauma am Auge erlitten haben, vermutet Ihr Augenarzt möglicherweise ein Geschwür aufgrund einer Pilzkeratitis. Dies gilt vor allem dann, wenn Ihr Auge mit organischem Material, z. B. von einer Baumrinde, in Berührung gekommen ist.

In den meisten Fällen dieser Art von Hornhautgeschwüren ist das Auge bereits durch bestehende Beschwerden wie etwa eine Immunstörung beeinträchtigt.

Pilzkeratitis kann nur durch mikroskopische Auswertung von speziell getönten Proben oder Kulturen diagnostiziert werden. Die Behandlung umfasst die Gabe von Antimykotika, manchmal sowohl lokal am Auge als auch oral, je nach Schwere des Geschwürs. Die Prognose, ob Sie anschließend noch gut sehen können, hängt vom Ausmaß der Infektion ab.

Selbst wenn sie früh erkannt und richtig behandelt werden, erfordern einige Fälle von Hornhautgeschwüren eine Hornhauttransplantation, die sogenannte perforierende Keratoplastik.

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