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Wodurch wird ein Glaukom verursacht?

Im Allgemeinen ist die Ursache für ein Glaukom die Unfähigkeit des Auges, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen der im Auge produzierten Flüssigkeitsmenge und der aus dem Auge abfließenden Menge aufrechtzuerhalten.

Die Gründe für dieses Ungleichgewicht sind in der Regel abhängig von der Art des Glaukoms zusammen, das Sie haben.

So wie ein Reifen Luftdruck benötigt, um seine Form beizubehalten, benötigt der Augapfel einen inneren Flüssigkeitsdruck, durch den er seine kugelartige Form behält und die Fähigkeit zu sehen.

Aber wenn die Fähigkeit der inneren Augenstrukturen zur Regulierung des Augeninnendrucks beeinträchtigt ist, kann der Augendruck auf gefährlich hohe Werte ansteigen und ein Glaukom verursachen.

Anders als ein Ball oder ein Luftballon kann das Auge den Druck nicht abbauen, indem es bei zu hohem Druck ein Leck entwickelt oder "sich entleert". Stattdessen baut sich der hohe Augendruck immer weiter auf und drückt auf den Sehnerv, bis die Nervenfasern dauerhaft geschädigt sind, und die Sehkraft verloren geht.

Glaukom und die Anatomie des Auges

Wenn das Glaukom fortschreitet, führt die Nervenschädigung letztendlich zum Verlust des peripheren Sehens. Ohne Behandlung kann das Glaukom schließlich zur Erblindung führen.

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Bei den meisten Arten des Glaukoms ist ein erhöhter Augeninnendruck (Intraokularer Druck, IOD) mit einer Schädigung des Sehnervs im hinteren Teil des Auges verbunden.

Um zu verstehen, was ein Glaukom verursacht, muss man zunächst etwas über die Anatomie des Auges wissen und verstehen, wie sich die Augenflüssigkeit durch das Auge bewegt:

  1. Die klare Flüssigkeit im Inneren des Auges wird vom Ziliarkörper produziert, einem kleinen, kreisförmigen Gebilde, das sich hinter der Iris (dem farbigen Teil des Auges) befindet.

  2. Diese Flüssigkeit, das sogenannte Kammerwasser, fließt hinter der Iris und durch die Pupille (die zentrale Öffnung in der Mitte der Iris). Das Kammerwasser (Humor aquosus) füllt dann die vordere Augenkammer, einen Raum zwischen der Rückseite der klaren „Hornhaut“ und der Vorderseite der Iris.

  3. Das Kammerwasser verlässt das Auge durch eine Struktur, die als Kammerwinkel bezeichnet wird. Das ist ein Winkel, der zwischen der Iris und der peripheren Hornhaut im vorderen Teil des Auges gebildet wird.

  4. Das Kammerwasser sickert durch diesen Winkel und durch die Sklera (den weißen Teil des Auges) und gelangt dann in ein venöses Geflecht außerhalb des Auges.

  5. Jede Störung dieses Abflusses von Kammerwasser – zum Beispiel durch bestimmte Augenverletzungen – kann zu einem Anstieg des Augeninnendrucks führen.

Anatomisch gesehen wird der Kammerwinkel des Auges entweder als "offen" oder als "geschlossen" (eng) bezeichnet. Je enger der Winkel, desto schwieriger ist es für das Wasser, hindurchzufließen.

Ein offener Winkel kann den Abfluss des Kammerwassers auch behindern, wenn im Augengewebe des Winkels selbst strukturelle Schäden bestehen.

Andere Ursachen für ein Glaukom: Schlechte Durchblutung, Schädigung des Sehnervs

Auch wenn ein erhöhter Augeninnendruck häufig mit einem Glaukom in Verbindung gebracht wird, kann diese Augenerkrankung auch bei normalem Augeninnendruck auftreten (Normaldruckglaukom). Menschen mit dieser Erkrankung haben extrem druckempfindliche Sehnerven, die auch bei einem üblicherweise als "normal" geltenden Augeninnendruck anfällig für irreversible Schäden sind.

Umgekehrt tritt bei bestimmten Menschen mit erhöhtem Augeninnendruck, der sogenannten okulären Hypertension, nie ein Glaukom auf.

Die meisten herkömmlichen Methoden der Glaukom-Früherkennung beinhalten die Untersuchung der Augen auf erhöhten Augeninnendruck. Da ein Glaukom aber auch ohne erhöhten Augeninnendruck auftreten kann, sind die direkte Untersuchung des Sehnervs und die Gesichtsfeldprüfung unerlässlich, um die Diagnose eines Glaukoms zu stellen (oder auszuschließen).

Zwar ist die genaue Ursache des Normaldruckglaukoms nicht bekannt, doch glauben viele Forscher, dass eine verminderte Durchblutung des Sehnervs ein Faktor sein könnte. Dies könnte durch Verengungen oder Einschnürungen der Blutgefäße verursacht werden, die den Sehnerv versorgen.

Einige Studien deuten auch darauf hin, dass eine schlechte Durchblutung im Auge mit blinden Flecken verbunden ist, die sich im Gesichtsfeld entwickeln; ähnlich denen, die beim Glaukom auftreten.

Glaukom und Alzheimer-Krankheit: Eine gemeinsame Ursache?

Sehstörungen treten häufig bei Menschen mit Alzheimer-Krankheit auf (der häufigsten Form der Demenz), und in einigen Studien wurde gezeigt, dass Glaukom und Alzheimer-Krankheit Ähnlichkeiten aufweisen – einschließlich der Produktion von freien Radikalen und Proteinablagerungen in der Netzhaut. Das legt nahe, dass beide Krankheiten eine gemeinsame oder ähnliche Ursache haben könnten.

Obwohl der Zusammenhang zwischen Glaukom und Alzheimer-Krankheit noch unklar ist und weiter untersucht werden muss, sind einige Augenärzte der Meinung, dass diese Entdeckung der Forschung helfen könnte, Antworten auf wichtige Fragen zu finden und Fortschritte auf dem Weg zu einer Heilung beider Krankheiten zu erzielen.

Lassen Sie routinemäßig Augenuntersuchungen durchführen

Was auch immer die Ursache des Glaukoms ist, eine frühzeitige Erkennung der Krankheit ist unerlässlich, um einen Verlust der Sehkraft zu verhindern. Dies ist wahrscheinlich der wichtigste Grund für Sie, eine jährliche umfassende Untersuchung bei einem Augenarzt durchführen zu lassen – besonders nach dem 50. Lebensjahr, wenn ein Glaukom häufiger auftritt.

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