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LASIK-Nachbehandlung: Wenn eine zusätzliche Operation nötig ist

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Eine LASIK-Nachbehandlung ist ein weitere LASIK-Operation, die gelegentlich durchgeführt wird, wenn das Ergebnis der ursprünglichen Sehkorrektur nicht zufriedenstellt oder wenn sich die Sehkraft mit der Zeit erheblich verändert.

In den meisten Fällen können Sie nach einer LASIK-Operation mit einem guten Ergebnis rechnen. Aufgrund kontinuierlicher Verbesserungen von LASIK-Technologie und -Verfahren werden heute nur noch selten Nachbehandlungen zur Verbesserung der Sehschärfe vorgenommen.

Ihr Augenarzt wird Ihnen vor einer LASIK-OP jedoch erklären, dass nicht jeder Patient mit nur einem Eingriff eine kristallklare Sehkraft erzielt.

Einzigartige inviduelle Faktoren können die visuellen Ergebnisse beeinflussen. Deshalb wird unter Umständen eine zusätzliche Augen-OP nötig, oft in Form einer LASIK-Nachbehandlung, damit Sie die Sehschärfe erreichen, die Sie sich wünschen.

Beurteilung der visuellen Zufriedenheit nach einer LASIK

Eine Vielzahl von Faktoren kann Ihre Zufriedenheit nach einer LASIK beeinflussen.:

  • Die Eigenschaften und die Gesundheit Ihrer Hornhaut

  • Ihr Refraktionsfehler: Ob Sie kurzsichtig oder weitsichtig sind oder eine Hornhautverkrümmung haben

  • Die Schwere Ihres Refrationsfehlers und die Stärke Ihrer Werte 

  • Ob Sie nach der LASIK wonöglich trockene Augen bekommen

  • Ihr Alter

  • Ihre persönlichen Erwartungen

Obwohl die LASIK erfolgreich selbst hochgradige Formen von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus korrigiert, sind jüngere Menschen mit leichter Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung in der Regel die besten Kandidaten für ein gutes Ergebnis.

Ihre persönlichen Erwartungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für Ihre anschließende Zufriedenheit Denken Sie daran, dass Ihre LASIK Ihre Abbhängigkeit von einer Brille oder Kontatklinsen verringern soll. Die Ergebnisse variieren von Mensch zu Mensch.

Viele Patienten, die sich einer LASIK unterzogen haben meinen, dass sie jetzt besser sehen als mit den Korrektionsbrillen oder Kontaktlinsen vor der Operation. Doch nicht jeder erzielt ein solches Ergebnis.

Sie können davon ausgehen, dass Ihre Sehkraft nach einer LASIK etwas besser oder ungefähr gleich gut ist wie mit Ihrer Brille.

Ein kleiner Prozentsatz von Menschen wird feststellen, dass seine Sehkraft nach der LASIK nicht mehr ganz so gut ist wie vorher mit Brille. Sie sollten jedoch dazu in der Lage sein, nach der Operation sicher Auto zu fahren und andere alltägliche Aufgaben ohne Brille oder Kontaktlinsen zu erledigen.

Wann ist eine LASIK-Nachbehandlung nötig?

Geraten Sie nicht in Panik, wenn Ihre Sehkraft nach der LASIK-OP nicht sofort glasklar ist.

Für die Beurteilung Ihrer Sehkraft nach der LASIK ist es wichtig, Geduld zu haben. Obwohl Sie am Tag nach der Operation ohne Brille viel besser sehen sollten, ist es nicht ungewöhnlich, dass die Sehkraft einige Wochen lang schwankt.

Im Rahmen der Nachsorge wird Ihr Augenarzt Ihre Sehkraft über mehrere Wochen oder Monate überwachen.

Es kann vorkommen, dass Sie sich nach der LASIK beim Autofahren oder bei anderen Sehaufgaben unwohl fühlen. Sollte dies auftreten, informieren Sie unbedingt Ihren Augenarzt. Falls erforderlich, kann er Ihnen eine Brille verordnen, die Sie solange tragen müssen, bis sich Ihre Sehkraft verbessert und stabilisiert hat.

Wenn Ihre Sehkraft drei Monate nach der LASIK immer noch merklich verschwommen ist, benötigen Sie möglicherweise eine Nachbehandlung.

Um zu bestimmen, ob eine LASIK-Nachbehandlung für Sie empfehlenswert ist, wird Ihr Augenarzt Ihre Hornhaut wie vor Ihrer ersten LASIK-OP untersuchen.

Ihr Augenarzt wird unter anderem prüfen, ob Ihre Hornhaut dick genug ist für eine zweite Operation.

Wenn der nach einer LASIK verbleibende Refraktionsfehler zu gering für eine weitere Laserbehandlung ist oder sich eine Nachbehandlung aus anderen Gründen nicht eignet, können Sie Ihre Sehkraft bei Bedarf mit einer Brille schärfen.

Für den besten Komfort und die beste Schärfe wählen Sie Brillengläser mit entspiegelnder Beschichtung. Diese Beschichtung reduziert störende Reflexionen und sorgt für eine schärfere Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen, z. B. beim Fahren in der Nacht.

Viele Menschen finden zudem, dass das Tragen einer Gleitsichtbrille nach der LASIK den größten Komfort bietet. Diese übergangslosen Mehrstärkengläser bieten auf alle Entfernungen eine scharfe Sicht, ohne dass eine separate Lesebrille vonnöten wäre.

Es kann sich zudem lohnen, in Brillengläser mit hohem Brechungsindex zu investieren. Diese können Aberrationen höherer Ordnung korrigieren, was mit anderen Brillen nicht möglich ist.

Wenn Sie nach einer LASIK-OP lichtempfindlich sind, fragen Sie nach photochromen Brillengläsern die sich im Freien bei Tageslicht automatisch eindunkeln. Das steigert Ihren Sehkomfort.

Was unterscheidet eine Nachbehandlung von der ersten LASIK-OP?

Eine LASIK-Nachbehandlung ist bis auf einen Aspekt nahezu identisch mit einer ersten (primären) LASIK. Anstatt ein Mikrokeratoms oder eines Lasers zur Erzeugung eines Hornhautlappens verwendet der nachbehandelnde Chirurg spezielle Werkzeuge, um den Lappen anzuheben, der während Ihrer ersten LASIK-OP auf der Oberfläche Ihres Auges erzeugt wurde.

Das Wiederanheben des Lappens ist schmerzlos und dauert meist nur ein bis zwei Minuten. Dann verwendet der Chirurg einen Excimerlaser, um Ihre Hornhaut umzuformen.

Typischerweise ist bei einer Nachbehandlung nur eine minimale zusätzliche Umformung der Hornhaut nötig. Deshalb dauert diese Laserbehandlung nur wenige Sekunden.

Nach der Nachbehandlung erhalten Sie dieselben Anweisungen, die Sie auch nach Ihrer ersten LASIK-Operation erhalten haben. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes genau, um das Risiko einer Augeninfektion zu verringern und für ein gutes Ergebnis zu sorgen.

In den meisten Fällen ist nur eine LASIK-Nachbehandlung notwendig, um die Sehkraft auf ein akzeptables Niveau zu bringen. In schwierigen Fällen kann jedoch mehr als eine Nachbehandlung erforderlich sein.

Wie viel kostet eine LASIK-Nachbehandlung?

Viele Chirurgen berechnen kein zusätzliches Honorar für LASIK-Nachbehandlungen, die innerhalb eines Jahres nach einer von ihnen durchgeführten primären LASIK-OP durchgeführt werden. Doch die Preispolitik kann bei Refraktionschirurgen und Operationszentren sehr unterschiedlich sein.

Erkundigen Sie sich bei der Auswahl eines LASIK-Chirurgen nach den Richtlinien und Honoraren für Nachbehandlungen und die zusätzlich erforderliche Nachsorge, wenn eine LASIK-Nachbehandlung durchgeführt wird.

Sonstige Nachbehandlungsoptionen

LASIK-OPs zur Nachbehandlung können durchgeführt werden, um die Sehkraft nach anderen refraktiven Eingriff zu verbessern, z. B. nach einer phaken IOL- Implantation und einem refraktiven Linsentausch (RLE). Gegebenenfalls können auch andere Verfahren als die LASIK zur Nachbehandlung verwendet werden.

So kann ein Augenchirurg der LASIK eine PRK (photorefraktive Keratektomie) vorziehen, weil er bei der PRK keinen Lappen erstellen oder erneut anheben muss. Bei Nachbehandlungen, die viele Jahre nach der ursprünglichen LASIK durchgeführt werden, wird die PRK von den meisten Chirurgen bevorzugt. Sie birgt meist ein geringeres Risiko des Einwachsens von Oberflächenzellen unter den Lappen (epitheliales Einwachsen).

LASIK- und PRK-Nachbehandlungen können auch nach Katarakt-Laser-OPs zum Einsatz kommen, um restliche Refraktionsfehler zu reduzieren und die Sehkraft zu schärfen.

Wenn Sie sich einer LASIK oder einer anderen Art von refraktiven Augenoperation (einschließlich Katarakt-OPs) unterzogen haben und der Meinung sind, dass Ihre Sehkraft nicht so scharf ist, wie sie sein sollte, sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt. Er kann Sie dazu beraten, ob eine Nachbehandlung für Sie geeignet ist.

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