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Augenmigräne: Ursachen und Behandlung

Durch eine Augenmigräne verursachte Sehstörungen

Eine Augenmigräne ist eine seltene Erkrankung, die durch vorübergehenden Sehverlust oder sogar vorübergehende Blindheit auf einem Auge gekennzeichnet ist. Augenmigräne wird durch einen reduzierten Blutfluss, Spasmen der Netzhaut-Blutgefäße oder im hinteren Bereich des Auges verursacht.

Bei einer Augenmigräne kehrt die Sehkraft des betroffenen Auges in der Regel innerhalb einer Stunde wieder zurück. Diese Form der Migräne kann schmerzlos sein, zusammen mit einer Kopfmigräne auftreten oder im Anschluss daran.

Leider wird der Begriff „Augenmigräne“ oftmals zur Beschreibung einer viel häufigeren und harmloseren Erkrankung, der sogenannten visuellen Migräne oder Migräne mit Aura verwendet. Diese ist durch temporäre Sehstörungen, die in der Regel innerhalb von 30 Minuten wieder abklingen gekennzeichnet.

Anders als Augenmigräne betrifft die visuelle Migräne in der Regel beide Augen.

Sehen wir uns jetzt Augenmigränen und visuelle Migränen näher an:

Symptome von Augenmigräne und visueller Migräne

Zu den Symptomen einer Augenmigräne gehört in der Regel ein kleiner blinder Fleck, der die zentrale Sehschärfe des betroffenen Auges beeinträchtigt. Dieser blinde Fleck wird größer, was es unmöglich macht, autozufahren oder ein Buch zu lesen.

In manchen Fällen kann das gesamte Gesichtsfeld eines Auges betroffen sein. In der Regel dauert eine solche Episode weniger als eine Stunde.

Die Symptome einer visuellen Migräne können variieren. Dazu gehören

Expandable

Eine Augenmigräne tritt oft plötzlich auf und erweckt manchmal den Eindruck, als ob man durch eine gesprungene Scheibe sieht. Ihre Aura bewegt sich in der Regel über das Gesichtsfeld hinweg und verschwindet innerhalb von 30 Minuten.

  1. ein flimmernder blinder Fleck im Zentrum oder in der Nähe des zentralen Gesichtsfelds

  2. ein welliger oder zickzackförmiger Ring farbigen Lichts um einen zentralen blinden Fleck herum

  3. ein blinder Fleck, der langsam über das Gesichtsfeld wandert

Die Symptome einer visuellen Migräne betreffen in der Regel beide Augen und dauern höchstens 30 Minuten. Kurz nach Abklingen der Symptome einer visuellen Migräne treten manchmal aber nicht immer Migränekopfschmerzen auf.

Falls Sie einen blinden Fleck oder andere Sehstörungen bemerken und Sie sich nicht sicher sind, ob es sich um Augenmigräne oder eine visuelle Migräne handelt, machen Sie folgenden Test: Bedecken Sie erst ein Auge, decken Sie es wieder auf und bedecken Sie dann das andere Auge. Falls die Sehstörung nur auf einem Auge auftritt, leiden Sie wahrscheinlich an einer Augenmigräne. Betrifft sie beide Augen, ist es eher eine visuelle Migräne.

Lassen Sie es jedoch nicht darauf ankommen: Falls Sie plötzlich einen blinden Fleck in Ihrem Gesichtsfeld wahrnehmen, wenden Sie sich unverzüglich an einen Augenarzt. Er kann ermitteln, ob das Symptom harmlos ist oder möglicherweise ein Anzeichen für etwas Ernsthafteres, zum Beispiel eine Netzhautablösung.

Was verursacht Augenmigräne und visuelle Migräne?

Augenmigräne hat vermutlich dieselben Ursachen wie Migränekopfschmerzen.

Migränekopfschmerzen sind genetischen Ursprungs. Manche Studien zeigen, dass bis zu 70 Prozent der erkrankten Menschen eine Familiengeschichte mit Migränekopfschmerzen haben.

Laut der Weltgesundheitsorganisation scheinen Migränekopfschmerzen durch die Aktivierung eines Mechanismus' tief im Gehirn ausgelöst zu werden. Dieser setzt entzündliche Substanzen rund um die Nerven und Blutgefäße in Kopf und Gehirn frei.

Bildgebende Studien haben während Augenmigränen und Migränen mit Aura Änderungen des Blutflusses in das Gehirn gezeigt. Warum dies passiert und wie es zur spontanen Auflösung von Augenmigräne und visueller Migräne kommt, ist jedoch unbekannt.

Zu den Auslösern von Migräneanfällen (einschließlich Augenmigräne und visueller Migräne) gehören bestimmte Lebensmittel wie alter Käse, entkoffeinierte Getränke, Rotwein, geräuchertes Fleisch und Schokolade.

Lebensmittelzusätze wie Mononatriumglutamat (MNG) und künstliche Süßstoffe können bei manchen Menschen ebenfalls Migräne auslösen.

Weitere potenzielle Migräneauslöser sind Zigarettenrauch, Parfüm und andere starke Gerüche, gleißendes oder flackerndes Licht, Schlafmangel und emotionaler Stress.

Behandlung und Vorbeugung

Wie bereits erwähnt, verschwinden durch Augenmigräne und visuelle Migräne verursachte Sehstörungen ohne Behandlung normalerweise innerhalb von höchstens einer Stunde.

Wenn Sie unter Augenmigräne oder visueller Migräne leiden und Auto fahren oder andere Tätigkeiten ausüben, die scharfes Sehen erfordern, unterbrechen Sie Ihre Aktivitäten und ruhen Sie sich aus, bis Ihre Sehkraft wieder normal ist. Sollten Sie Auto fahren, parken Sie am Straßenrand und warten Sie, bis die Sehstörungen vollständig abgeklungen sind.

Wenn Sie von Migränekopfschmerzen begleitete Sehstörungen haben, suchen Sie Ihren Hausarzt oder einen Neurologen zur Bewertung Ihrer Migräneepisoden auf.

Ihr Arzt kann Sie über die neuesten Medikamente zur Behandlung von Migräne informieren – auch über Medikamente, die künftigen Anfällen vorbeugen.

Es ist zudem eine gute Idee, ein Tagebuch über Ihre Ernährungsgewohnheiten und Aktivitäten zu führen. So können Sie direkt vor Episoden von Augenmigräne oder Migräne mit Aura mögliche Auslöser identifizieren und in Zukunft vermeiden.

Wenn Ihre Augenmigränen oder visuellen Migränen mit Stress in Verbindung zu stehen scheinen, können Sie die Häufigkeit Ihrer Anfälle möglicherweise ohne Medikamente reduzieren. Versuchen Sie

  • regelmäßig gesunde Nahrungsmittel zu sich zu nehmen

  • typische Migräneauslöser zu vermeiden

  • viel zu schlafen

  • Stresskiller wie Yoga und Massagen auszuprobieren

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